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Neuer Geschäftsführer stellt die Weichen -
Günter Strobl offiziell in der Funktion des
erkrankten Roman Schiele |
14.07.2009
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Quelle: Neuburger Rundschau (wüb)
Die Kliniken St. Elisabeth haben einen neuen Geschäftsführer: Nachdem Günter Strobl bereits vor einem Jahr kommissarisch für den schwer erkrankten Roman Schiele eingesprungen ist, übt er nun seit 1. Juli dessen Funktion auch offiziell aus - vorläufig befristet bis Jahresende. Schiele bleibt nominell weiterhin ebenfalls Geschäftsführer, wird auch über alle wichtigen Entwicklungen informiert, befindet sich aber eben noch im Krankenstand. „Wir halten die Türe offen für ihn und wünschen ihm gute Genesung“, betonte Generaloberin Sr. Maria Goretti Böck gestern in einem Pressegespräch.
Für die Kliniken hat sich in den vergangenen Monaten die Frage gestellt, wie lange ein Betrieb dieser Größenordnung - immerhin sind dort rund 700 Mitarbeiter beschäftigt - ohne Geschäftsführer auskommen kann. Aus der Notwendigkeit heraus, wichtige Entscheidungen treffen zu müssen, wurde daher Günter Strobl vom Orden der Elisabethinerinnen auf den Posten des Geschäftsführers berufen.
„Es stehen harte Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen am 20. August an, da werden die finanziellen Weichen gestellt“, nennt Günter Strobl die wichtigste Aufgabe in naher Zukunft. Der 41-jährige Neuburger ist seit 1997 an den Kliniken tätig, war zuletzt befasst mit dem sogenannten Kontrolling (Leistungsplanung, Kostenplanung, Berichtswesen, interne Statistiken) sowie mit der stellvertretenden Verwaltungsleitung. Diese Aufgaben erfüllt er nach wie vor zusätzlich zur Geschäftsleitung. Der dreifache Familienvater hatte bei Goldix Industriekaufmann gelernt, in Augsburg Betriebswirtschaft studiert und war danach in diversen Betrieben in verantwortlicher Position tätig.
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Neuer Geschäftsführer der Kliniken St. Elisabeth ist der ehemals kommissarische, Günter Strobl (Mitte). Ihm zur Seite stehen Pflegedienstleiter Stefan Gärtner (links) und Personalleiter Erwin Lender Foto: Barbara Würmseher
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Für das erste Halbjahr 2009 sprechen die Zahlen für den wirtschaftlichen Erfolg der Kliniken: Insgesamt ist eine Steigerungsrate von über vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Bei den stationären Patienten heißt dies eine Aufnahme von über 6000 Patienten. In der Ambulanz wurden rund 12400 Patienten registriert. Auch in der Notaufnahme gibt es mit über 5400 Fällen ein Plus: Das sind fast 650 Notfallversorgungen mehr als 2008.
Laut Pressesprecher Thomas Bauch haben die Kliniken auch in allen operativen Bereichen zugelegt. „Hier vor allem im urologischen Bereich, seit der zweite Urologe am Haus ist.“ - „Wir könnten noch mehr operieren“, so Günter Strobl, „stoßen aber bei unseren räumlichen Kapazitäten an unsere Grenzen.“ Überlegungen sind daher im Gange, den OP-Trakt zu erweitern.
Ebenso geht es bei künftigen Plänen um die Sanierung der Kinderklinik. Bekanntlich werden im Oktober Betten in die Filialabteilung ins Klinikum Ingolstadt verlagert - „Die Kooperation mit Ingolstadt läuft hervorragend“ -, um dort die vollstationäre Situation zu verbessern. Dadurch wird Platz im Haupthaus selbst frei. „Die Kinderklinik Neuburg wird dann saniert und umgebaut, um für die Zukunft gerüstet zu sein.“
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