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Bei Nierensteinen in die Kliniken
Behandlung jetzt in St. Elisabeth möglich
04.06.2009

Quelle: Neuburger Rundschau (vm)

Der Mensch merkt ihn erst, wenn er sich vor Schmerzen krümmt, nicht mehr weiß, wie er sich, wohin er sich legen oder bewegen soll: Der Kranke hat einen Nierenstein. Eine üble Kolik. Bisher mussten Patienten noch in andere Spitäler fahren, jetzt können auch die Kliniken St. Elisabeth akute Erkrankungen infolge von Nieren- oder Blasensteinen wirkungsvoll behandeln. Dies machte bei einem Vortrag des Freundeskreises der neue Urologe und Belegarzt Dr. Eberhard Stark deutlich. Der Praxisteilhaber von Dr. Kurt Jenne wendet eine moderne Steintherapie an, die das Leiden mindert und die Ablagerungen beseitigt.

Von der Steinschneider- bis zur Hightech-Medizin: Dr. Eberhard Stark legte Erstaunliches vor. Denn: Schon in Ägypten 300 Jahre vor Christi Geburt widmeten sich Chirurgen den Steinproblemen. Wie die Operationen verliefen, ist nicht näher bekannt. Aber: Die von Archäologen gefundenen Instrumente deuten darauf hin, dass Eingriffe üblich waren.

Neue Technik für Operation

Heute denke natürlich niemand mehr an solche chirurgischen Methoden, stellte der Urologe klar, neuestes technische Gerät ist bei den Elisabethinerinnen inzwischen beschafft worden, mit denen kurz und ohne größere Komplikationen den Ablagerungen zu Leibe gerückt werden kann. Diese werden meist zertrümmert und nur selten noch wird umständlich und nicht ganz einfach mit der Schlinge der Stein eingefangen. Meist sind Stoßwellen erfolgreich, die Ablagerungen so zu zerstören, dass diese über den Harnleiter abgehen.
Der oft auftretenden Nieren- und Blasenstein betreffen Männer wie Frauen jeden Alters, der Urologe sieht ihn freilich als Wohlstandskrankheit, obwohl es ihn zu allen Zeiten schon gegeben hat. Ein zu hoher Harnsäurespiegel könne ein Zeichen eines größeren Steinbildungsrisikos sein. Fehler in der Ernährung und zu wenig Bewegung könnten meist als Ursache gelten.

Um die Bildung von Steinen bei Risikopatienten zu verhindern, sollten zahlreiche Speisen nur im geringen Maß verzehrt werden, mahnte der Mediziner. Sein Rat: Viel trinken. Mindestens drei Liter Wasser täglich, wenig Kaffee und natürlich keine drei Liter harntreibendes Weizenbier. Da könnten die Nebenwirkungen ganz erheblich sein.