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Wenn der Angsthase zum Helden wird -
Das Ensemble der Augsburger Puppenkiste lässt
die kleinen Patienten für einen Moment ihre
Krankheit vergessen |
02.04.2009
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Quelle: Neuburger Rundschau (Sarah Wenger)
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Der kleinen Spitzmaus ganz nah: Das Ensemble der Augsburger Puppenkiste stattete den kleinen Patienten im Neuburger Krankenhaus einen Besuch ab. |
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Der Speisesaal des Neuburger Krankenhauses ist gut gefüllt. Doch keiner der Patienten wartet aufs Essen. Gespannt gucken viele große Kinderaugen auf den Boden einer Bühne. Auf den Boden? "Bevor es hier losgeht, müssen wir erst mal den Augsburger Fußtest machen", begrüßt Judith von der Puppenkiste Augsburg die Kinder. "Nur wer jetzt unsere Füße sehen kann, der sieht später auch die Puppen mit denen wir spielen", erklärt sie den ungewöhnlichen Beginn.
Stühle werden gerückt, Plätze getauscht und die kleineren Kinder setzen sich direkt vor der Bühne auf den Boden. Dort ist die Sicht frei auf Judith, Christian, Hans und Carsten oder vielmehr auf das kleine Känguru, die Springmaus, den Angsthasen, die Klapperschlange und die Känguru-Mama.
Doch auch, wenn die Augen der kleinen oder der großen Besucher nach oben wandern, erschließt sich dem Zuschauer jede Szene. Denn die Puppenspieler beeindrucken durch ihr ausgeprägtes Mienenspiel und sind bewusst aktiv in das Stück eingebunden: So trägt Puppenspieler Hans den Rucksack des Angsthasen, der Proviant, einen Erste-Hilfe-Koffer, ein Rettungsseil und allerhand andere Utensilien einpackt, bevor er mit dem kleinen Känguru und der Spitzmaus losziehen kann. Ein Angsthase eben, der sich allen Eventualitäten gewappnet sehen möchte.
Die Kinder sind begeistert, kichern, klatschen, lachen. Und das, obwohl sie krank sind. Es ist die Geschichte von einem Angsthasen, die das Ensemble der Puppenkiste auf die Bühne bringt. Anfangs für seine Übervorsicht verspottet, wird der Hase später zum Helden: "Der Hase hat uns gerettet", ruft das kleine Känguru am Ende lauthals heraus.
Prüfung bestanden, statt Geburtstag
Bevor er aber zum Helden wird, muss der Angsthase sich erst einmal überwinden, seinen Freund, das kleine Känguru, in den Wald zu begleiten. Erst traut er sich nicht, die Haustüre aufzumachen, dann jagt ihm der Wald ungeheure Angst ein und als er mit seinen Freunden an einer Schlucht steht, ist er viel zu ängstlich um hinunterzusehen. Doch das kleine Känguru steht ihm bei. Schließlich hilft ihm der Hase, Beeren für den Geburtstagskuchen zu sammeln. Doch die verstecken sich unten an der Klippe. Es ist der Hase, der die Spitzmaus und die Schlange durch sein Seil aus der Schlucht zieht.
Zu Hause dann die Überraschung: Die Känguru-Mama hat gar nicht Geburtstag. "Ich feier g . . .", hatte sie zu Beginn gesagt. Das kleine Känguru war zu ungeduldig, auf den Rest des Satzes zu warten. Sonst hätte es gewusst: "Ich feier gemeinsam mit meiner Freundin die bestandene Beuteltierprüfung."
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