|
Neue Schmerztherapie für Senioren -
Neues Behandlungsangebot für Menschen
über 65 Jahre |
20.02.2009
|
Quelle: Neuburger Rundschau (nr)
|
 |
|
Dr. med. Horst Hartje betreut das Team. Foto: privat |
|
|
In Deutschland sind etwa acht bis zehn Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen. Doch wann wird ein Schmerz chronisch? Laut Definition entsteht der chronische Schmerz, wenn der Schmerz an sich seine eigentliche Funktion als Warn- und Leithinweis verliert und einen selbstständigen Krankheitswert erhält. Die Fachleute sprechen dann von einem chronischen Schmerzsyndrom oder von der chronischen Schmerzkrankheit.
Nach neueren Erkenntnissen kann davon ausgegangen werden, dass dies der Fall ist, wenn Schmerzen länger als drei bis sechs Monate anhalten. Für die Betroffenen hat dies in der Regel nicht nur körperliche Folgen, sondern bringt häufig auch psychische Probleme mit sich. Diese können dann zu einer erheblichen persönlichen Belastung, aber auch zu einer Belastung des familiären und weiteren sozialen Umfeldes führen.
Heute ist allgemein akzeptiert, dass „chronisch Schmerzgeplagte“ eindeutig leiden. Mittlerweile sind auch sehr viele Senioren davon betroffen. Aus diesem Grund bietet die Schmerztagesklinik an den Kliniken St. Elisabeth im laufenden Jahr 2009 eine eigene „Behandlungsgruppe für chronische Schmerzpatienten im Seniorenalter“ ab 65 Jahren an. Die Behandlung erstreckt sich über acht Wochen und wird an zwei Behandlungstagen pro Woche durchgeführt.
Die Ursachen für chronische Schmerzen sind mannigfaltig, häufig finden sie ihren Ursprung in Rücken- und Kopfschmerzen sowie Nervenschmerzen und rheumatischen Schmerzen. Das Behandlungsteam, bestehend aus Ärzten, Psychotherapeuten, Pflegekräften mit Co-Therapeutenausbildung, Physio-, Ergo- und Musiktherapeuten arbeitet dabei nach einem ressourcenorientierten, ganzheitlichen Konzept.
Dies bedeutet, dass körperliche, psychische und soziale Faktoren jedes Einzelnen individuell berücksichtigt werden. Immer mit dem vorrangigen Ziel, eine bessere Schmerzbewältigung zu erreichen. Für die Teilnahme bei der Seniorengruppe ist es wichtig, dass die Patienten eine ganztägige Behandlung in der Schmerztagesklinik durchführen können. Im Rahmen einer zweitägigen Voruntersuchung wird dies individuell geprüft und festgestellt.
Alle interessierten Schmerzpatienten können sich über ihren behandelten Arzt oder ihre Krankenkasse an die Schmerztagesklinik unter der Telefonnummer (08431) 5420 00 wenden.
Weitere Informationen finden Sie hier
|