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Zweites Ärztehaus - Orden St. Elisabeth will Scheuermaier-Grundstück selbst bebauen und mit
dem Landratsamt kooperieren |
18.09.2009
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Quelle: Neuburger Rundschau (clst/nel)
Neuburg soll ein zweites Ärztehaus bekommen. Nach Informationen der Neuburger Rundschau plant der Orden St. Elisabeth, Träger der gleichnamigen Kliniken, auf dem Gelände des sogenannten Scheuermaier-Grundstücks an der Fünfzehnerstraße zwischen Krankenhaus und Landratsamt einen Neubau. In direkter Nachbarschaft der Kliniken existiert bereits ein Ärztehaus.
Auf Nachfrage erklärte Günter Strobl, Geschäftsführer der Kliniken: „Wir stecken mit den Planungen noch in den Kinderschuhen. Es ist bislang nichts spruchreif. Wir suchen nach potenziellen Mietern.“ Es stehe aber fest, dass der Orden St. Elisabeth das Projekt in Eigenregie angehen werde. Dies bestätigte auch Generaloberin Schwester Maria Goretti Böck. Der Plan sei gereift, nachdem man bereits zweimal vergeblich einen Investor gesucht habe.
Isabella-Braun-Schule und Goldix standen schon zur Debatte
Konkret sei das Projekt geworden, als das Landratsamt sich als Mieter ins Gespräch gebracht habe, so Böck, denn die Behörde platzt aus allen Nähten. „Wir wollen das gesamte Parterre an das Landratsamt vermieten. Daneben sollen Praxen und eine Bäckerei in das Haus “, so die Generaloberin.
Schon seit Längerem sucht das Landratsamt nach alternativen Standorten, um einzelne Abteilungen auszulagern. Die Kreisbaustelle wurde bereits zumindest vorübergehend im Studienseminar untergebracht. Zunächst hatte man überlegt, im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Förderzentrums die dann leer stehende Isabella-Braun-Schule zu nutzen. Doch nachdem sich diese Idee zugunsten der sogenannten Mosch-Variante zerschlagen hatte, musste nach neuen Lösungen gesucht werden.
Im Gespräch stand in der Folge unter anderem, die Zulassungsstelle ins ehemalige Goldix-Gelände zu verlagern. Doch jetzt bietet sich eine Möglichkeit in unmittelbarer Nachbarschaft: das Ärztehaus auf dem Nachbargrundstück. „Das bietet sich durchaus als Option an“, war von Landrat Roland Weigert zu erfahren, ohne dass er näher auf den Stand der Verhandlungen eingehen wollte. Nach Informationen der NR überlegt man jedoch, dort ein Jugend-Familien-Senioren-Zentrum zu errichten. Damit würde man nicht nur thematisch verwandte Abteilungen bündeln, sondern auch im Landratsamt selbst Platz schaffen. Was in diesem Fall mit der Zulassungsstelle passiert, ist nicht bekannt. Das Thema wurde allerdings gestern Abend nicht öffentlich im Kreisausschuss behandelt (Bericht folgt).
Auf dem rund 1900 Quadratmeter großen Scheuermaier-Grundstück, das seit 1999 dem Orden gehört, stand bis 2006 der Kammerbauernhof. Nach dem Abriss waren Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege auf Relikte früherer Siedlungszeiten gestoßen.
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