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Fotoausstellung - Sensibler Blick auf Menschen im Alltag - Christoph Schiele zeigt Mitarbeiter
der Kliniken
17.03.2008

Quelle: Neuburger Rundschau (nr)

Der junge Künstler im Gespräch mit Vernissagebesuchern
Sensible Blicke hat der junge Fotokünstler Christoph Schiele auf Mitarbeiter der Kliniken St. Elisabeth geworfen und sie fotografisch porträtiert. Seine Arbeiten sind nun in einer Fotoausstellung im Neuburger Krankenhaus zu sehen.

Die Kliniken als Schauplatz hat Schiele deshalb gewählt, weil er als Klinikclown mit Räumlichkeiten und Menschen vertraut ist. Auch die Ordensfrauen haben es mir angetan und es war mein größter Wunsch, sie fotografieren zu dürfen, bekannte der Fotograf in seiner Ansprache bei der Vernissage.
In seiner Begrüßung bezeichnete Geschäftsführer Roman Schiele den ausstellenden Fotografen als jungen, sensiblen Kindskopf im positiven Sinn, der es schafft diese Stimmung durch seine Bilder auszudrücken. Positiv wurde erwähnt, dass das Krankenhaus als Institution und Heimat von 770 Mitarbeitern eindrucksvoll gezeigt und die arbeitenden Menschen der Kliniken in den Mittelpunkt gestellt werden.

Das eigentliche Begrüßungswort kam dann von Dr. Piccolino, dem Chef der Klinikclowns, der es verstand mit seiner charmanten Art den Nagel auf den Kopf zu treffen. Er integrierte das Publikum in seine Ansprache und begab sich zu drei Bildern, die es ihm besonderes angetan hatten. Wir wandern jetzt zum ersten Bild, daher kommt auch der Name Wanderausstellung, witzelte er. Am Schluss seiner Ausführungen war ihm der Applaus sicher, hatte er doch mit seiner Interpretation der Bilder überzeugen können.
Bevor es bei Sekt und Imbiss zur Betrachtung der Ausstellung und Gesprächen kam, meldete sich der Fotokünstler zu Wort und erzählte von seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Trotz der großen Entfernung nach Neuburg sei er mit dem Herzen immer da. Seine Bilder sehe er persönlich nicht als Kunst, sondern eher als Reportage- und Dokumentationsbilder.
Ihm war es wichtig, das Handwerk der Fotografie von der Pike auf zu erlernen und umzusetzen. Dazu habe er auch alles selbst entwickelt und die Kontaktabzüge hergestellt. Und das macht auch die besondere Ausstrahlung der Bilder aus. Herzblut, Engagement und Gefühle des Fotokünstlers sind in jeder einzelnen Arbeit spürbar.

Zum Schluss dankte er allen, die ihn bei seiner ersten Ausstellung so großartig unterstützt hatten. Mit dem Motto Investieren sie in einen echten Schiele machte Christoph Schiele darauf aufmerksam, dass alle Bilder käuflich zu erwerben sind und vom Preis zehn Prozent als Spende an die Klinikclowns gehen. Nach dem offiziellen Teil wurde bei leiser Klaviermusik noch lange über die Bilder, die Ausstellung und Gott und die Welt geredet.

Die Ausstellung ist für alle Interessierten bis einschließlich 1. Mai im Lichthof der Kliniken St. Elisabeth in der Zeit von 10 Uhr bis 20 Uhr zu sehen.