Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Kinderschutzgruppe der Kliniken St. Elisabeth

Was bedeutet Kindeswohlgefährdung?

Unter Kindeswohlgefährdung wird allgemein die psychische und physische Schädigung von Kindern oder Jugendlichen durch Eltern, Erziehungsberechtigte und andere Personen verstanden. Mögliche Erscheinungsformen sind körperliche und/oder seelische Vernachlässigung und/oder Misshandlung, sexuelle Gewalt oder das Miterleben von Partnerschaftsgewalt. Diese Schädigungen können sowohl durch Handlungen (wie bei körperlicher und seelischer Misshandlung) als auch durch Unterlassungen (wie bei Vernachlässigungen) zustande kommen und haben immer Langzeitfolgen.

Es muss von einer hohen Dunkelziffer bei Gefährdungsfällen ausgegangen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass trotz des häufigen Auftretens körperliche, seelische und sexuelle Kindesmisshandlungen nur selten erkannt werden.

Bei offensichtlichen Verletzungen wird häufig ein Arzt oder die Kinderklinik aufgesucht. Dann ist es entscheidend, dass Fachleute diese Verletzungen als Gewalt erkennen und adäquat reagieren. Bei nicht körperlichen Kindeswohlgefährdungen treten die Auswirkungen oft erst später ohne eindeutigen kausalen Zusammenhang auf und zeigen sich z.B. in Form von Verhaltensauffälligkeiten. Die Zeichen von Vernachlässigung, Misshandlung und sexueller Gewalt zu erkennen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen ist eine Herausforderung für alle.

Wer sind wir?

Das interdisziplinäre Team der Kinderschutzgruppe besteht aus Ärzten, Psychologen, Therapeuten, Sozialpädagogen und Pflegepersonal und arbeitet nach einem strukturierten Interventionskonzept. Es steht den Mitarbeitern innerhalb der Kliniken St- Elisabeth bei Verdachtsfällen beratend zur Seite. Für niedergelassene Ärzte, Institutionen (Erziehungseinrichtungen, Beratungsstellen, Jugendämtern etc.), Justiz und Polizei bieten wir unterstützende Diagnostik und Beratung durch Fachkollegen an.

Was bieten wir an?

  • objektive körperliche Untersuchung und medizinische und psychologische Diagnostik (bei Bedarf unter Hinzuziehen der Rechtsmedizin)
  • Psychosoziale Beratung und Betreuung
  • Kinder- und jugendpsychiatrische und sozialpädiatrische Diagnostik und Therapie (KJPP;SPZ)
  • nach Anamnese und medizinischer Abklärung erfolgt die weitere Hilfeplanung im Kinderschutzteam
  • im gemeinsamen Gespräch mit den Team und den Eltern werden Befunde und unsere Empfehlungen besprochen
  • Kooperation mit externen Stellen (Beratungsstellen, Jugendamt, Kriminalpolizei etc.)
  • Fortbildungen zu Fragen von Kindeswohlgefährdung

 

Ihre Ansprechpartner/-innen:

Pädiatrie:

Dr. Florian Wild, leitender Oberarzt,
Kinderkardiologe
Tel. 08431/54-5174
florian.wild@no-spam-pleasekliniken-st-elisabeth.de

Iris Lang, Dipl. Päd. (Univ.),
Psychotherapie, Familientherapie,
Tel.08431/54-3100
iris.lang@no-spam-pleasekliniken-st-elisabeth.de

Psychiatrie:

Gertrud, Hecht: Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Bereichs- und Erziehungsdienstleitung,
Tel. 08431/54-5196
gertrud.hecht@no-spam-pleasekliniken-st-elisabeth.de

Antje Hartmann; Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Sozialdienst der KJPP,
Tel. 08431/54-5333
antje.hartmann@no-spam-pleasekliniken-st-elisabeth.de

Die Kinderschutzgruppe der Kliniken St. Elisabeth dient dem Erkennen und der Abwendung von Kindeswohlgefährdung.

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Erreichbarkeit

Kliniken St. Elisabeth

Müller-Gnadenegg-Weg 4
86633 Neuburg/Donau

Telefon: 08431 / 54 - 0
Telefax: 08431 / 54 - 1009
E-Mail:
vok@no-spam-pleasekliniken-st-elisabeth.de

Besuchszeiten:
täglich von Mo. - So.
von 10.00 - 20.00 Uhr

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